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Platinen Ätzen - Das Tutorial
Jan 2014
Während dem Bau meines Roboters, dem "All Terrain Vehicle (A.T.V.)", habe ich das Ätzen von Platinen perfektioniert. Dabei verwende ich das Belichtungsverfahren. Um meine Erfahrungen mit der Welt zu teilen, habe ich ein Tutorial veröffentlicht, welches den Prozess vom Anfang bis zum Ende erklärt.
Dieses Tutorial habe ich in englischer und deutscher Sprache hochgeladen. Hier ist die deutsche Version:
Fragen und Antworten aus den Kommentaren
F: Kannst du mir verraten worin ich Eisen3Chlorid lagern kann?
A: Ich habe es in der Glasschale gelassen mit einem Deckel drauf.
Das Eisenchlorid selbst kommt in einer dicken, lichtundurchlässigen Plastikflasche angeliefert also sollte das auch gehen.
F: Was für Handschuhe würdest du denn empfehlen?
A: Ich empfehle die etwas dickeren Handschuhe, keine "einmal benutzen und wegwerfen" Handschuhe. Diese sind nämlich dünner und es kommt leichter ein Loch rein.
F: Welchen Entwickler hast du genommen?
A: Für den Entwickler nehme ich den Bungard Entwickler 72110. Eine 10g Packung reicht für ein paar Platinen. Link zum Produkt
F: Wie und auf was wird die Schaltung gedruckt?
A: Auf normale bedruckbare Präsentationsfolien. Die, die man für Overheadprojektoren verwendet. Am besten verwendet man einen inkjet Drucker und stellt die Tintenausschüttung auf maximum.
F: Wie schwierig ist das für einen Anfänger?
A: Als ich meine ersten Platinen geätzt habe hat es ein paar Versuche gebraucht bis ich eine Platine hatte, die brauchbar war.
Als Anfänger im Platinen herstellen muss man einerseits das Ätzen kennen lernen aber auch mit einem CAD Programm Schaltungen designen können. Deswegen empfehle ich, dass du als erste Anläufe keine Schaltungen ätzt, sondern in Paint eine schwarz-transparente pixelige Grafik erstellt und diese auf eine Platine ätzt. So kannst du zuerst das Ätzen perfektionieren, dann dich an ein CAD Programm trauen.
F: Wo und wie entsorge ich das Ätzbad?
A: Das Ätzbad, wie auch das Entwicklerbad, ist Sondermüll. Deine örtliche Müllentsorgung müsste eine Abgabestelle für solchen Müll haben. Ich empfehle dir, die verbrauchten Flüssigkeiten in einer großen Flasche o.ä. zu sammeln, damit du nicht so oft zur Abgabestelle fahren musst.
F: Hält das Lötzinn auf diesen Platten genauso gut wie auf Lochrasterplatinen?
A: Ja. Das Löten einer frisch hergestellten Platine wird sogar einfacher sein als wenn du eine Rasterplatine lötest, die schon eine Weile rumgelegen hat (und oxidiert ist).
F: Was kostet mich eine fertige Platine, wenn ich sie selber herstelle?
A: Das ist eine gute Frage. Das kommt auf die Platinengröße an. Ich rechne mal beispielhaft mit einer 10cm x 8cm großen Platine (mit den Produkten von Conrad, die in der Videobeschreibung des deutschen Videos stehen):
- Eine halbe Rohplatine: 1.75€
- Eine halbe Packung Entwickler: 0.85€ (würde für 2 solche Platinen reichen, aber einmal angerührt muss man es verbrauchen)
- 200ml Eisen3Chlorid: 1.5€ (reicht für 3 solche Platinen, kann man ruhig zugedeckt auf unbestimmte Zeit rumstehen lassen)
Ich nehme mal an du verzinnst die Platine nicht, d.h. blankes Kupfer wie eine Lochrasterplatine. Ebenfalls rechne ich hier nicht das Werkzeug ein, welches wiederverwendbar ist. Dann kommt man als Näherung auf 4.10€ pro Platine. Wie du in den Klammern schließen kannst sinkt der Preis pro Platine, wenn du mehrere auf einmal machst.